Weininvestment in Deutschland ?

Juli 17, 2007

Je länger ich mich nun mit dem Thema Weininvestment beschäftige, umso mehr wundere ich mich über die „Weininvestmentszene“ in Deutschland. Schaut man einmal  nach England, so sind hier- sicherlich auch historisch bedingt- sehr professionelle Strukturen vorzufinden, an deren Spitze meines Erachtens die Weinbörse „liv-ex.com“ steht. (Wobei ich in dieser Hinsicht sicherlich vorbelastet bin) Zudem gibt es einige wirklich interessante Studien und Bücher über den Bereich „Weininvestment“. In Deutschland finde ich nichts Vergleichbares. Sicherlich ist der Markt für hochwertigen Wein in Deutschland zu wenig entwickelt, so daß sich definitiv keine Weinbörse lohnen würde. Aber auch sonst finde ich diesen Bereich in Deutschland sehr stiefmütterlich behandelt.  Bei den diversen Weinhändlern sehe ich im großen und ganzen auch wenig, was speziell auf diese Zielgruppe abzielt. Das meiste beschränkt sich auf die Präsentation der en primeur Kampagnen des jeweiligen Jahrgangs. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber es würde mich sehr interessieren, wie andere darüber denken………

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3 Responses to “Weininvestment in Deutschland ?”


  1. Stimmt schon. Nirgends auf der Welt wird so viel dummes Zeug geschwätzt über Weininvestment wie in Deutschland. Auch und vor allem in der einschlägigen Fachpresse. Was sich sich hier die Wirtschaftsredaktionen angesehener Magazine, Zeitungen und Dienste leisten ist haarsträubend und erfüllt oft genug den Tatbestand der Verbrauchertäuschung. Gerade aktuelle heute mal wieder Börse online. Kein Wunder dass die meisten Wein-Fonds in Deutschland gefloppt sind oder floppen. Andererseits gibt es gerade in Deutschland mit dem Weinfonds von Jan Paulson ein sehr gutes Beispiel für einen erfolgreichen Fonds. Ich glaube da werden sich einige verwundert die Augen reiben, wenn sie mitbekommen welche Rendite dieser Fonds Anfang des kommenden Jahres bringen wird.

  2. weinvestor Says:

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich frage mich, wie und wo einige Journalisten für dieses Thema recherchieren. Dem Weinfonds von Jan Paulson fehlt meiner Meinung nach leider die gebührende Darstellung in der Öffentlichkeit. Avisiert war meines Wissens nach eine Zielrendite von 12,5% pro Jahr. Alleine von dieser Rendite würden viele „normalen“ Fondsmanager träumen. Vor allem liegt die Betonung auf pro Jahr. Dieses ist die eigentliche Leistung.Bezüglich der „neuen“ Weinfonds bin ich jedoch etwas vorsichtiger, aus Gründen, die ich in Kürze im Blog vorstellen werde.


  3. Und diese Prognose von Jan Paulson war realistisch. Mich würde es nicht wundern, wenn sein Fonds über die Gesamtlaufzeit eine Rendite von über 50 Prozent erreichen würde. Ich halte sogar eine Verdoppelung für möglich, wenn der Boom für Spitzenweine reiferer Jahrgänge in den nächsten Monaten anhält. Der hat wirklich alles richtig gemacht. Die anderen sind dagegen in meinen Augen Hasardeure ohne Sinn und Verstand. Das solche Leute und Firmen das Geld fremder Menschen ungestraft verballern und verjuxen dürfen obwohl viele Fachleute nachdrücklich gewarnt haben, ist ein Skandal.

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