„Renditeturbo“ Update

Juli 27, 2007

Mein Artikel mit dem Thema „Renditeturbo aus Rheinland- Pfalz“ hatte zum Ziel, das Fondskonzept der „wine capital selection GmbH“  auf Basis der im Internet zur Verfügung gestellten Informationen, möglichst objektiv zu beurteilen. Natürlich habe ich die weitere Berichterstattung in der Blogszene aufmerksam verfolgt, insbesondere die vom http://drinktank.blogg.de, wo die journalistische „Spürnase“ von Mario Scheuermann die Witterung aufgenommen hat.  Fakt ist, dass seine Recherchen zweifellos viele offene Fragen und Ungereimtheiten aufgeworfen haben, die zum Nachdenken anregen sollten.  Ohne jetzt bis ins Detail auf die einzelnen Punkte einzugehen, möchte ich noch Folgendes anmerken:

Grundsätzlich ist es schwierig, Geld für einen neuen Fonds zu aquirieren, da Investoren bei ihrer Anlageentscheidung gerne die historische Performance berücksichtigen. Noch schwieriger wird es, wenn dabei zusätzlich ein neues Thema aufgegriffen wird, in diesem speziellen Fall „Weinfonds mit Weinen aus Rheinland-Pfalz“. Um Anleger zu überzeugen sollte man daher versuchen, anhand aufbereiteter Daten, die entsprechend analysiert und für Investorenbedürfnisse aufbereitet sind, eine realistische Renditeerwartung zu erstellen. Speziell wenn eine Rendite von 50- 80 Prozent innerhalb von 4,5 Jahren in Aussicht gestellt wird, würde ich solch eine Analyse als absolut notwendig ansehen. Im Internet wird die Renditeerwartung  des Fonds „Zum Wohle 2006“ damit begründet, dass die Weine zum einen „en primeur“ erworben werden und zum anderen „hält es der Weinfonds durch die Mitwirkung der Beiratsmitglieder, die sich seit Jahren mit Weinprodukten professionell beschäftigen, für wahrscheinlich, dass die angegebene Wertsteigerungsprognose angemessen erscheint.“ Diese allgemeine Begründung an sich ist für einen Fonds schon als nicht akzeptabel anzusehen und entbehrt jeglicher  Grundlage. Wenn dann aber auch noch zum krönenden Höhepunkt genau dieses Gremium, auf dem die komplette Renditeerwartung gefußt ist, in der Form gar nicht existiert bzw.  in der Konstellation die Weine ausgesucht hat, frage ich mich, wie dies von der Fondsseite den Anlegern begründet wird. Schließlich geht es dabei um deren Geldanlage, denn wenn man mit diesen Renditen wirbt, muss man davon ausgehen, dass letztere- und nicht die effektive Auslieferung des Weines am Ende-  bei den Anlegern im Vordergrund steht.

Eine Anmerkung zum Schluß: Persönlich halte ich es jedes Jahr für wahrscheinlich, dass Borussia Dortmund durch die Mitwirkung seiner Spieler, die sich seit Jahren mit Fussball professionell beschäftigen, Deutscher Meister wird…………

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