Renditeturbo Update II

August 4, 2007

Durch die Recherchen des Drink Tanks sind weitere Neuigkeiten über den Weinfonds „Zum Wohle 2006“  ans Tageslicht gekommen. Es ist lohnenswert, sich einmal die einzelnen Beiträge auf  http://drinktank.blogg.de durchzulesen. Zudem hat die „Wine Capital GmbH“ auf ihrer Homepage zu einigen Punkten ansatzweise Stellung bezogen. Allerdings finde ich persönlich, dass diese Stellungnahme eher weitere Fragen aufwirft, als Antworten liefert:

1) Gerade als Neuling in der Weinfondsbranche sollte man doch darauf bedacht sein, dass Vertrauen der Anleger zu gewinnen.  Dies umso mehr, wenn man ein Fondsprodukt anbietet, was zum einen nur in Weine aus Rheinland-Pfalz investiert und gleichzeitig eine Rendite zwischen 50- 80 Prozent verspricht. Eine gesunde Skepsis beim Anleger wird dabei eigentlich automatisch auf den Plan gerufen. Dieser könnte man von der Fondseite entgegenwirken, indem man eine gewisse Transparenz in wichtigen Punkten an den Tag legt.  Wenn ich mir die Erklärung von Valentin Brodbecker durchlese, dann sehe ich ganz klar, dass gerade diese Transparenz in keiner Weise gegeben ist. Die Kritik wird dadurch sicherlich nicht leiser. Es würde aber jetzt doch für die Fondsbetreiber die Chance bestehen, diese Transparenz an den Tag zu legen und den Kritikern damit teilweise den Wind aus den Segeln zu nehmen. Warum geschieht das nicht ?

2) Es geht bei der Diskussion in keiner Weise um die Qualität des deutschen Weines, in diesem speziellen Falle den Weinen aus Rheinland- Pfalz. Keiner stellt die hohe Qualität des deutschen Weines auch nur ansatzweise in Frage. Es geht einzig und allein um das Renditepotential sowie das angestrebte Renditeziel von 50- 80 Prozent, welches der Fonds in Aussicht stellt. Ob man dieses mit deutschen Weinen erzielen kann, darf ernsthaft bezweifelt werden. Die Gründe hierfür kann man u.a. im Artikel „Renditeturbo aus Rhenland- Pfalz“ nachlesen. Wenn das Ziel des Fonds jedoch darin besteht, den rheinland-pfälzischen Wein bekannter zu machen, sollte man sich dann nicht vielleicht andere Marketingmassnahmen überlegen ?

3) In der Stellungnahme der „wine capital selection GmbH“ wird auf die Gebührenstruktur eines anderen Weinfonds hingewiesen. Sicherlich sind diese Gebühren nicht unerheblich. Aber bei der Auflistung sehe ich als Anleger u.a. genau, welche Summe des Ursprungbetrages investiert wird,  welche Kosten beim späteren Verkauf anfallen und wie die Investitionsrechnung letztendlich aussieht. Diese Punkte muss ich mir bei dem Fonds der „wine capital selection GmbH“ zunächst einzeln raussuchen. Setze ich die Mosaiksteinchen dann zusammen, was bleibt dann von der versprochenen plakativen Rendite übrig, selbst wenn sie eintritt…….?

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