Der September war von einem hohen Handelsvolumen geprägt. Der Liv-Ex Index verzeichnete dabei das zweite Minus infolge und beendete den Monat mit einem Verlust von 1,4 Prozent (bezogen auf den Vormonat). Seit Januar beträgt das Plus aber immer noch stattliche 41,2 Prozent. Das hohe Handelsvolumen konzentrierte sich auf die ersten Gewächse sowie Cheval Blanc, Carruades de Lafite und den jungen 2004´er Bordeaux Jahrgang. Bei den Verlierern des Monats ist auffällig, dass hier insbesondere Weine aufzufinden sind, welche in den letzten Jahren eine sehr gute Performance aufweisen konnten. So fiel z.B. der 1996 Lafite-Rothschild um 5,6 Prozent und der 2003´er um 6,5 Prozent. 

Trotzdem ist bei größeren Investoren keine Nervosität zu spüren. Vielmehr wurden  die Preisrückgänge dazu genutzt, vorhandene Positionen aufzustocken, da man nur von kurzen temporären Schwächephasen ausgeht. Weinfondsmanager sehen nach wie vor große Nachfrage, insbesondere aus dem asiatischen Raum.

Tücken des Weininvestments

Oktober 18, 2007

In der internationalen Berichterstattung über das Weininvestment muss man leider immer wieder lesen, wie Anleger um ihr Geld geprellt werden. So ist es leider kein Einzelfall, dass Weinhandelshäuser (insbesondere in Großbritannien) Konkurs anmelden mußten und damit oftmals auch Kunden ihre georderten und bereits bezahlten en primeur Weine nicht erhalten haben. Ärger ist in solchen Fällen auf jeden Fall vorprogrammiert, da es immer auf den Einzelfall ankommt, ob ein Anleger sein Geld (oder einen Teil davon) zurückerhält oder nicht.

Einen anderen dreisten Fall kann man heute im Decanter nachlesen. Hier wurden Anleger übel reingelegt, indem ihnen von der Firma „Bordeaux Advisory“ minderwertiger Wein als Investmentwein verkauft wurde.

Diese Fälle zeigen auf jeden Fall wie wichtig es ist, sich als Anleger im Vorfeld des Weininvestments sorfältigst zu informieren und sich Händler auszusuchen, die en primeur Käufe entsprechend absichern und Erfahrung im Bereich des Weininvestments aufweisen können.

Marketwatch

Oktober 2, 2007

Schaut man sich die momentane Preisentwicklung bei diversen Weinen an der Liv- Ex an, so sieht man,  dass die Preise zum Teil erheblich unter Druck geraten. Anscheinend wirkt sich die Subprime-Krise nun auch auf dem Weinmarkt aus. Persönlich könnte ich mir vorstellen, dass die größeren Weinfonds zum letzten Quartalsende einige Abflüsse zu verzeichnen hatten. Kündigungen sind meistens nur zum Quartalsende möglich, also Ende September. Die Auszahlungen erfolgen dann bis zu einem vorher festgelegten Zeitrahmen. Um diesen Folge leisten zu können, werden dann sukzessive Bestände aktiv abgebaut. „Aktiv“ bedeutet in diesem Fall, dass die Geldseiten bedient werden, was dann bei einem entsprechend großen Spread auch mal zu einem ordentlichen Minus bei den einzelnen Weinen führen kann.