Umzug

Juni 24, 2008

Mein Blog zieht um. In etwas neuen Gewand findet man ihn ab sofort unter www.weinvestment.de/blog .

Der Liv-Ex 100 beendete den Mai mit einem kleinen Plus von 0.3 Prozent (258 Punkte) zum Vormonat. Der Handel war insbesondere durch den Weinkritiker Robert Parker geprägt, der seinen In-Bottle-Report für den Jahrgang 2005 veröffentlichte.  Unter den Top-Movern konnte man daher zwei Weine aus diesem Jahrgang finden: Vieux Chateau Certan wurde von Robert Parker auf 95 Punkte hochgestuft und konnte einen Wertzuwachs von 36.4 Prozent verzeichnen. Ausone profitierte von der magischen 100-Punkte Bewertung und dies führte zu einem Plus von 20.9 Prozent gegenüber dem April. Allerdings konnte man in der Breite eher Gewinnmitnahmen in diesem Jahrgang verzeichnen, da viele Händler im Vorfeld bei diversen Weinen auf ein besseres Re-Rating spekuliert hatten.

Eine neue Alternative um in den Liv-Ex 100 zu investieren, bietet ODL Markets in Form des in England sehr verbreiteten Spread-Betting an. Auf Quartalsbasis kann man nun auf einen steigenden oder sinkenden Indexstand wetten. Anleger können damit ihr bestehendes Weinportfolio gegen fallende Preise absichern oder in den Bereich hochwertigen Wein investieren, ohne die einzelnen Weinflaschen effektiv zu erwerben oder „Stockpicking“ betreiben zu müssen. Jeder, der ernsthaft mit dem Gedanken spielt, diese neue Möglichkeit zu nutzen, sollte sich umfassend mit der Funktionsweise des Spread-Betting beschäftigen, da es eine spezielle (risikobehaftete) Wettform darstellt, die mit dem Future-Handel im Derivatebereich zu vergleichen ist. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Liquidität in dem Bereich entwickelt und ob ein kontinuierlicher Handel gewährleistet ist.  Ein ähnlicher Versuch von einem anderen Anbieter wurde vor einiger Zeit erfolglos eingestellt. 

Bordeaux 2007 Update

Juni 15, 2008

Châteaux Mouton Rothschild, Lafite und Haut Brion kommen mit einem Abschlag von 26 Prozent auf den 2006er Jahrgang auf den Markt (Ex-Château). Trotzdem werden die Preise aus Händlersicht insgesamt immer noch als zu hoch angesehen, der Absatz verläuft eher schleppend. Weitere Einzelheiten gibt es hier.

Bordeaux 2007 Update

Juni 4, 2008

Auf den Seiten des Decanter kann man sich heute einen Überblick über die derzeitige Preisgestaltung des 2007er Jahrgangs verschaffen.  Nach der London International Wine Fair und der VinExpo Asia Pacific kommt nun zunehmend Bewegung in den Markt. Mit einem Abschlag von 40% auf die Preise von 2006 stellte Vieux Château Certan eine sehr positive Überraschung dar. Ansonsten fallen die Abschläge eher moderat aus, was dem Handel einige Probleme bereitet. Laut einer Aussage von Anthony Barton von Leoville-Barton gegenüber dem Decanter, verkaufen einige Negociants ihre Weine sogar unter dem vorgesehenen Wiederverkaufspreis weiter. Barton selbst hat sich der ambitionierten Preisgestaltung nicht angeschlossen und erntet dafür großes Lob von den Händlern. Den ganzen Artikel gibt es hier.

Der internationale Markt für hochwertige Weine ist extrem vom Prinzip Angebot und Nachfrage geprägt. Das Angebot ist im (Bordeaux) Premium-Bereich nicht weiter ausbaubar und somit klar begrenzt. Die Nachfrageseite befindet sich in den letzten Jahren dagegen zunehmend im Umbruch und ein Ende ist nicht abzusehen. Neben den etablierten Weinfonds gibt es zunehmend Neugründungen in diesem speziellen Bereich. Zudem bleibt die Nachfrage aus Russland und China auf konstant hohen Niveau. Diese erwerben die Weine größtenteils zum effektiven Konusm und nicht als Investmentobjekt, was einer potentiellen Spekulationsblase entgegenwirkt. Eine immer wichtigere Rolle im internationen Weinmarkt spielt Hongkong. Im August wird dort die erste International Wine Expo stattfinden und professionelle Lagerungsmöglichkeiten/ Lagerhäuser werden entwickelt bzw. realisiert. Im Februar wurden die Zölle und Steuern auf Wein erlassen, was dazu führte, dass sich internationale Weinhändler einer extrem großen Nachfrage erfreuen durften. Fakt ist, dass die Nachfrageseite in den letzten Jahren auf ein bedeutend größeres, internationales Fundament gestellt wurde und dieser Prozess noch nicht beendet ist. Diese Entwicklung spricht klar gegen fallende Preise im Bereich des „Fine Wine“.