Umzug

Juni 24, 2008

Mein Blog zieht um. In etwas neuen Gewand findet man ihn ab sofort unter www.weinvestment.de/blog .

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Die Regierung von Hongkong hat den Steuersatz für importierte Weine von 40 auf 0 Prozent gesenkt. Dies wird die (ohnehin schon starke) Nachfrage nach hochwertigen Wein zusätzlich erhöhen. 

Off-Topic

April 9, 2008

Durch Zufall bin ich auf eine interessante Seite für Blogbetreiber gestoßen. Bei Bloggerjobs.de kann man „Stellen ausschreiben“ bzw. Co-Autoren suchen. Diese Möglichkeit habe ích direkt mal genutzt, da ich genau auf dieser Suche bin. Also wer Lust, Zeit, Spaß am Thema und über Marktkenntnis/ Fachwissen verfügt, kann sich gerne unverbindlich per mail mit mir in Verbindung setzen.

Die Financial Times Deutschland widmet sich dem Thema „Weininvestment“.  Der Artikel von Heiko Metzger ist recht einseitig und wie der Autor in der Printausgabe zu der These „nicht berauschend, eher verkatert“ kommt und in diesem Zusammenhang   die Entwicklung des Liv-Ex 100 in den letzten Jahren darstellt, bleibt mir rätselhaft.

Augen auf bei Weinkauf

März 5, 2008

Wie wichtig es ist, sich für den Weinkauf einen seriösen Weinhändler auszusuchen, kann man an dieser Stelle im Forum www.talk-about-wine.de nachlesen. Lohnenswert ist es zudem, sich einmal den gesamten Thread durchzulesen.  Ein günstiger Preis sollte bei der Auswahl des Händlers definitiv nicht das einzige Kriterium sein.

Weininvestment im Focus

Februar 1, 2008

In der Freitagsbeilage „Weekend“ des Handelsblatt ist heute ein  Bericht über das Weininvestment zu finden. Die Überschrift „Trinken, nicht sammeln“ sowie der darauf folgende Satz „Wer Wein als Anlage begreift, hat nichts begriffen“ bringt den Tenor des Artikels (leider) auf den Punkt. Wie so oft in Deutschland wird das Weininvestment mal wieder negativ dargestellt. Die Argumentation dabei ist äußerst oberflächig, subjektiv und einseitig. Zumindest sollte man- um als Autor einen Touch von Objektivität zu wahren- aufzeigen, dass es durchaus möglich ist, die Punkte „Genuss“ und „Rendite“ miteinander zu verknüpfen. Auch wenn es in Deutschland nicht gerne gesehen/ gelesen wird.  

Wein ist eine flüssige Form von Zeit“ könnte man als Hauptthese des Buches von Mario Scheuermann ansehen.  Beim Lesen habe ich mir zunächst- genau wie Niko Rechenberg in seinem Blog Nikos Weinwelten–  die Frage gestellt, woher Mario Scheuermann die Zeit nimmt, neben seinem umfassenden Alltagsgeschäft ein solches Buch zu schreiben. Ich habe beim Lesen jede einzelne Zeile (selbst der Anmerkungen) genossen. Hier schreibt ein absoluter Profi, der über ein immenses Fachwissen verfügt und den Lesern in seinem Buch vermittelt. Zum Teil ist es „Weinphilosophie“, die mir persönlich einen neuen Zugang zum Wein ermöglicht. Es hätte dabei keinen besseren Titel für das Buch geben können, denn „Wein und Zeit“ bringt den Hauptaspekt auf den Punkt.  Der Leser wird zum Teil auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mitgenommen, die einem bewußt macht, was es bedeutet, wenn man einen Wein trinkt, der sich über 100 Jahre und länger entwickeln konnte. Einige Beschreibungen lesen sich dabei wie Weinpoesie. Gleichzeitig geht es in dem Buch um die Zeit, die ein Wein zu seiner Entwicklung benötigt sowie die Zeit, die man für einen kompletten Genuss benötigt. Der potentielle Weininvestor kann dabei  erfahren, welche Faktoren ein Wein aufweisen sollte, um in der Zukunft ein hohes Renditepotential aufzuweisen. In seinem letzten Kapitel geht der Autor auf eine Bewertunsgmethode ein, die sich nicht mehr an einer absoluten Punktzahl, sondern in einzelnen Variablen einer „Formel“ (cpv) orientiert. Sicherlich ein interessanter Ansatz, der sich meiner Meinung nach jedoch nicht problemlos als massentauglich erweisen wird. Denn egal wie man über ein solches Punktesystem denkt, es dient dem Weintrinker zunächst als einfache und international anwendbare Möglichkeit, sich etwas leichter in der riesigen Vielfalt des Angebotes zurechtzufinden. Ganz zu schweigen, von der Bedeutung des Parker Bewertungsschemas für den Investmentbereich. Die CPV- Formel könnte jedoch durchaus seine Berechtigung erfahren, indem man das gängige Punkteschema in einer ersten Phase dazu nutzt, den Markt zu sondieren. In einer zweiten Phase legt man dann zwecks einer genaueren Analyse die CPV- Formel zugrunde.

Abgerundet wird der sehr lesenswerte Inhalt durch ein sehr ansprechendes äußeres Erscheinungsbild. Zum Schluß stellt sich mir daher nur noch eine Frage: Hat Mario Scheuermann eine Methode gefunden, wie man täglich mit einer halben Stunde Schlaf auskommt ? Eine Antwort auf diese Frage suche ich in seinem Buch vergeblich.

Autor: Mario Scheuermann, Titel: Wein und Zeit, Verlag: Hampp Verlag, Preis: 17,90 Euro